Kategorie Heidekreis

Dat geev’t blots in Hützel – Horst Quast

Dat geev’t blots in Hützel Bibliographische Angaben Registernummer: HKI05 Name: Horst Quast Wohnort: Hützel Geburtsort: Hützel Geburtsdatum: 1946 Beruf: Elektro-Ingenieur Text herunterladen (Niederdeutsch) Text herunterladen (Hochdeutsch) Ansicht der Datenbank

Der Heidekreis – Entstehung und Besonderheiten

Erstmalig genannt wird der Landkreis im Jahre 1932. In der Verordnung über die Neugliederung von Landkreisen wurde am 01. August 1932 entschieden, dass die Landkreise Fallingbostel und Soltau zu einem neuen Landkreis „Fallingbostel-Soltau“, mit dem Kreissitz in Fallingbostel, zusammengeschlossen werden sollen. Nach Protesten aus Soltau wurden beide Kreise…

Gemeinden und Ortsteile / Geographische Lage der Orte heute

In den Interviews werden zahlreiche Orte der Region genannt und beschrieben. Diese sind zum Großteil auf der Landkarte des Heidekreises zu finden, hier sowohl mit ihrem plattdeutschen als auch hochdeutschen Bezeichnungen.   Um eine größere Vollständigkeit und einen Einblick in Strukturen, die geographische Lage und landschaftliche Besonderheiten zu gewinnen, welche für eine Einordnung…

Truppenübungsplatz Bergen 

Truppenübungsplatz Bergen  Prägend für die Gemeinden war die jahrzehntelange Nutzung des Truppenübungsplatzes Bergen durch das Militär. Als Grund für Umsiedlungen, als Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor und insbesondere als ein Ort des größten Grauens des 20. Jahrhunderts, ist dieser von existenzieller Bedeutung für die Region.  Einrichtung und Nutzung  1933 – 1940  Die ersten Planungen zur…

Konzentrationslager Bergen-Belsen

Konzentrationslager Bergen-Belsen  Das Konzentrationslager Bergen-Belsen lag in einem Gebiet nahe den Orten Wietze, Bad Fallingbostel, Walsrode, Celle, Hambühren, Winsen, Hermannsburg, Buchholz, Essel und Wietzendorf.  Bis zur Befreiung des Konzentrationslagers 1945 starben hier mindestens 52.000 Menschen.   1940 – 1943  Die als Unterkunft für die Bauarbeiter während des Baus des Truppenübungsplatzes Bergen entstandenen Baracken wurden ab 1940 umfunktioniert in ein Kriegsgefangenenlager und Lazarett für belgische und französische Soldaten, ab 1941 wurden hier zumeist sowjetische, aber auch italienische und polnische Kriegsgefangene untergebracht. Bis Herbst 1941 wurden dort mehr als 21.000 sowjetische Kriegsgefangene eingeliefert. Unterkunftsbaracken gab es kaum, daher mussten die Gefangenen unter freiem Himmel, in Erdhöhlen oder Laubhütten unterkommen. Bis zum Frühjahr 1942 starben rund 14.000 der Gefangenen an Hunger, Kälte und Krankheiten. Sie wurden auf einem etwa 600 Meter vom Lager entfernten Friedhof, der sowjetischen Kriegsgräberstätte Bergen-Lohheide, zumeist in Massengräbern beerdigt.  1943 – 1944  Ab 1943 wurde der südliche Teil des Geländes an die SS abgetreten, die hier ab 1943 jüdische Häftlinge unterbrachte. Das Aufenthaltslager / Zivilinterniertenlager sollte in erster Linie für jüdische Gefangene sein, die wegen ihrer Beziehungen zum Ausland als Austauschpersonen oder als Druckmittel bei der Beschaffung von Devisen und Rohstoffen zurückgestellt werden sollten. Andere dort Internierte besaßen die Staatsangehörigkeit neutraler oder verbündeter Staaten und sollten als Faustpfand für Wohlverhalten dienen.  Ab März 1944 wurde das Lager zudem ein Männer- und Frauenlager für kranke und arbeitsunfähige Häftlinge. Tatsächlich jedoch fehlten ausreichende ärztliche Hilfe und angemessene Verpflegung, um die aufgenommenen Kranken gesundheitlich wiederherzustellen. Vielmehr wurden zahlreiche Häftlinge durch Injizieren tödlicher Substanzen ermordet oder fielen dem geduldeten Terror von kriminellen Funktionshäftlingen zum Opfer.   Von August 1944 an wurde dem Lager eine dritte Funktion als „Einweisungslager“ oder „Durchgangslager“ zugewiesen. An zentraler Stelle sollten Rüstungsfirmen geeignete Zwangsarbeiterinnen auswählen. Mehrere tausend „arische“ polnische Frauen, teils mit Kindern, wurden auf einer Freifläche in Zelten untergebracht. Kurz danach trafen eintausend Frauen aus Auschwitz ein. Bis zur Befreiung durchliefen 12.500 Frauen dieses Durchgangslager, von denen etwa 10.000 zur Zwangsarbeit in Außenlager weitertransportiert wurden. In diesen Lagerteil kamen auch Anne Frank, Hannah Pick-Goslar und das Mädchenorchester von Auschwitz.  Als von Dezember 1944 an Evakuierungstransporte aus frontnahen Konzentrationslagern eintrafen, wurde das Lager Bergen-Belsen um den bislang von der Wehrmacht verwalteten Teil des Kriegsgefangenenlazaretts erweitert und im Januar 1945 als „Großes Frauenlager“ genutzt.   Ab März 1944 wurden wegen der vorrückenden Front im Osten Internierte aus anderen Konzentrationslagern von dort nach Bergen-Belsen verlegt. Zwischen Dezember 1944 und März 1945 trafen 6.000 bis 7.000 kranke und erschöpfte männliche Häftlinge aus dem KZ Sachsenhausen, 5000 bis 6000 von Außenlagern des KZ Buchenwald sowie weitere aus dem KZ Dora-Mittelbau und den Außenlagern des KZ Natzweiler und KZ Flossenbürg im Lager ein. Einzelne Baracken des „Häftlingslagers II“ waren mit 1.500 Menschen belegt; weder Trinkwasserleitung noch Waschgelegenheiten waren vorhanden.   Leiter des Lagers war bis Dezember 1944 der SS-Hauptsturmführer Adolf Haas.   Außenlager  Zum KZ Bergen-Belsen gehörten zeitweilig drei Außenlager.   Im Außenlager Benefeld waren zwischen Anfang September bis Oktober 1944 etwa 600 polnische Jüdinnen bei der Sprengstofffabrik Eibia eingesetzt.   Im Außenlager Hambühren (auch „Hambühren-Ovelgönne“ oder „Waldeslust“ genannt) arbeiteten ab August 1944 bis zum 4. Februar 1945 rund 400 jüdische Frauen beim Untertageausbau eines Salzstocks, beim Gleisbau und beim Aufbau von Baracken.   Im Außenlager Unterlüß (auch „Tannenberg“ genannt) waren ab Ende August 1944 bis zum 13. April 1945 bis zu 900 Frauen untergebracht, die zum größten Teil beim Straßen- und Gleisbau arbeiteten und zum Teil in einer Munitionsfabrik. …

Oral history

Das biographische Interview in Volkskunde und Oral History  Der Ausgangspunkt des digitalisierten Projektes: „Tondokumente“ des „Forum Plattdüütsch Heidekreis“ aus den Jahren 2015/16 lag auf der Dokumentation der alltagssprachlichen Verwendung des Plattdeutschen. Angestrebt wurde ein Abbild der ortstypischen Dialekte sowie deren Vielfalt in der Region. Im Zentrum der Sammlung stand nicht die inhaltliche Auswertung der Interviews, wie sie sich beispielsweise im Rahmen sprachwissenschaftlicher oder ethnographischer Fragestellungen anbietet.  Für das…